archiv und sicherheit
Zum katastrophalen Einsturz des Kölner Stadtarchivs gab es gestern eine Expertenanhörung, die zum Thema hatte, wie in Zukunft Archive besser gesichert werden können. Ich möchte mich hier nicht an der Ursachenforschng beteiligen (interessanter Artikel dazu in der FAZ: http://tr.im/pH2Y).
In diesem Zusammenhang relevant jedoch für jeden einzelnen, der privat oder geschäftlich Computerdaten archiviert, ist die Überlegung, ob er besser als die Verantwortlichen in Köln und Düsseldorf dafür Sorge getragen hat, dass sein eigenes Archiv intakt bleibt.
Was wäre, wenn Ihr Arbeitsplatz, durch welche Umstände auch immer, zerstört wird? Unwahrscheinlich? Stimmt, aber Sie haben ja trotzdem, wie ich annehme, eine Hausrat- oder Elektronikversicherung und eine Gebäudeversicherung. Die nützen Ihnen und Ihrem Archiv allerdings wenig, wenn alle Ihre Daten vernichtet worden sind.
Worauf ich hinaus will: Bewahren Sie Ihre Backups nicht am gleichen Ort auf, wie die Originale. Eine externe Backup-Festplatte sollte nicht permanent neben dem Computer stehen, sondern besser in einem anderen Raum oder noch besser in einem anderen Gebäude. Dann haben sie auch im Katastrophenfall noch Zugriff darauf.
Auch wenn ich glücklicherweise bisher ausschließlich mit durch Festplattencrashs oder ähnlichen technischen Fehlern bedingten Datenverlusten zu tun hatte, bin ich trotzdem der Meinung: Wenn man schon Backups macht, dann am besten auch unter Berücksichtigung aller kalkulierbarer Risiken.

